DER VERLAG
Der Verlag Klinkhardt & Biermann blickt im Jahr 2025 auf eine 118-jährige Verlagsgeschichte zurück. In dieser Zeit hat er den Buchmarkt mit hochkarätigen Publikationen bereichert.
[Wir] möchten nur Weniges bringen, aber dies Wenige
soll mit größter Sorgfalt ausgewählt und ausgestattet werden."
Wir freuen uns über Ihr Interesse und wünschen Ihnen viel Vergnügen mit unseren Büchern Ihre
Annette von Altenbockum Verlegerin
Die Verlagshistorie
1907
Die Klinkhardt & Biermann Verlagsbuchhandlung wird in Leipzig von dem Kunsthistoriker Professor Dr. Georg Biermann und Dr. Werner Klinkhardt gegründet. In der Ausgabe 101 des Börsenblatts für den Deutschen Buchhandel vom 2. Mai wird die Gründung des Verlages angezeigt und der "verehrliche Sortimentshandel" zugleich um Interesse und um "tätige Verwendung" gebeten. Aus dem schnell wachsenden Programm mit Publikationen von Theodor Däubler, Max Friedländer, Gustav F. Hartlaub und Wilhelm Hausenstein, Julius Meier-Graefe, Max Osborn und Emil Waldmann - um nur einige zu nennen - gehen für Jahrzehnte gültige Standardwerke hervor. Die "Monographien des Kunstgewerbes", die über 20 Jahre hinweg ausgebaut werden, die Reihen "Meister der Graphik" und "Stätten der Kultur" werden zu renommierten Werken, die bis heute in ihrer Art einmalig sind.1908
Erstmals erscheinen die "Monatshefte für Kunstwissenschaft", ein Jahr später der "Cicerone", eine Halbmonatsschrift für Künstler, Kunstfreunde und Sammler. Beide Publikationsreihen gehören zu den führenden europäischen Kunstzeitschriften und finden auch im Ausland weite Verbreitung.1919
Mit der Reihe "Junge Kunst", einer modernen kunsthistorischen Sammlung bibliophiler Bändchen zur europäischen Avantgarde des frühen 20. Jahrhunderts, erregt der Verlag Aufsehen. Künstler wie Max Pechstein, Pablo Picasso, Emil Nolde, Heinrich Campendonk, Paula Modersohn-Becker, Otto Dix, Oskar Kokoschka, Vincent van Gogh oder Paul Klee publizieren in dieser Reihe.
Bahnbrechend sind auch die Jahrbuch-Unternehmen: Das "Jahrbuch der jungen Kunst", das "Jahrbuch für Kunstwissenschaft", das "Jahrbuch zur asiatischen Kunst" und das "Jahrbuch der prähistorischen und ethnographischen Kunst". International renommierte Wissenschaftler aus verschiedenen Ländern publizieren in diesen Jahrbüchern.
1926
Dr. Werner Klinkhardt stirbt unerwartet nach kurzer Krankheit am 10. November.
1933
Der Verlag zieht nach Berlin um, wird von Professor Dr. Georg Biermann in eine GmbH umgewandelt und von ihm als alleiniger Geschäftsführer weiter geleitet.
1935
Nach Schmähungen als Förderer "entarteter" Künstler zieht sich Georg Biermann aus dem Verlag zurück und arbeitet an einem umfassenden Bildband zur "Deutschen Kunst". Richard Carl Schmidt übernimmt die Verlagsgeschäfte. Sein Berliner Verlag Richard Carl Schmidt & Co., 1897 in Frankfurt am Main gegründet, publiziert vor allem Bücher über Auto- und Motortechnik. Daneben ist er verlegerisch auch an Kunst- und Sammlerliteratur interessiert.